Donnerstag, 30. Oktober 2014

Hallo Wien!

Lange, sehr lange beugte ich mich standhaft, den fremden heidnischen Brauch in meine Lieblingsjahreszeit zu integrieren.
Nun, als Betreiberin eines Minihortes und Hüterin einer Kinderschar, die bei "Süßes oder Saures" nicht lange zögert, gebe ich mich geschlagen:

Morgen feiern wir Halloween!

Die Vorbereitungen sind schwer im Gange, wir arbeiten auf Hochtouren...

Freitag, 10. Oktober 2014

Neues Eigenheim

Haha, wer denkt, das bisschen Studierstübchen im Flur wäre schon alles gewesen, was wir am vergangenen Wochenende zustande gebracht haben, irrt!
Die ganze nervenaufreibende Aktion diente nämlich einem größeren Zweck:
Platz schaffen für ein neues Kinderzimmer!
(Ja, ganz richtig. Die Brüder in einem Zimmer, das funktioniert irgendwie nicht: zu unterschiedliches Schlafverhalten)

Nun hat auch der Kleinste sein eigenes Reich - und was für eins: Das gigantische Holzhaus stand ursprünglich in einem Kindergarten, wurde aber nicht mehr gebraucht - Glück für uns!!

Die Begeisterung ist riesig und der Kleine hat seit letzter Woche die Geschwister als Dauergäste in seiner Bude.
(Nur die Kugellampe muss man sich als Leser mit wohnästhetischem Empfinden noch wegdenken, die stammt noch von der alten Raumnutzung. Ich bin auf der Suche...)

Montag, 6. Oktober 2014

Studierstübchen

Na, wie war bei Euch das lange Wochenende? - Anstrengend, so lautet unsere Antwort.
Der Flur im mittleren Geschoss, ehemals so aussehend, bekam eine neue Funktion: Er dient zwecks Raumgewinnung nicht mehr nur als Schrankzimmer, sondern auch als häuslicher Arbeitsplatz für's Mütterchen:

Neben jeder Menge "Paxen" bereichert nun auch eine extra von uns zugeschnittene Schreibtischplatte das neugewonnene "Zimmer":

"Pax" übrigens das lateinische Wort für "Frieden" - welche Ironie!
Der Namensträger sorgte für jede Menge Unfrieden im Haus:
Stundenlanges Zusammensuchen der Schrankteile in der SB-Halle, Transportkosten im dreistelligen Bereich (bei 8 km Entfernung), Spiegelschranktür und weitere Schranktür bei Anlieferung direkt schon kaputt, zudem dank der Möbelpacker auch noch Wand und Sockel unseres Treppenhauses. Abholen defekter Lieferung von Seiten des schwedischen Möbelriesens leider nicht möglich, Umtausch des Sperrguts muss selbst organisiert werden. Aha! Hätte man sich auch gleich die Lieferung sparen können... Wieder hin, langes Schlangestehen, 50 Euro Warengutschein als Trost. Pff!
Wieder zu Hause geht uns beim Aufbau eine weitere Leiste selbstverschuldet zu Bruch, ein dritter Möbelhausbesuch wird fällig. Das ganze in "Zusammenarbeit" mit drei aufgeregten Helfern (jeder, der Kinder hat, weiß, was gemeint ist) und bei strahlendem Feiertagswetter draußen im Freien.

Die Schreibtischplatte entstammt ebenfalls dem Möbelgiganten. Wohl geblendet vom günstigen Preis, ließ uns deren Leichtgewicht nicht zögern und wir setzten munter die Säge an, um sie in die gewünschte Form zu bringen. - Ein Fehler! "Für Zuschnitt nicht vorgesehen" hätte auf der Packung stehen müssen, denn zum Vorschein kam ein überraschendes Innenleben: Braune Wellpappe!!!

Und hier kommt nun der Creadienstag ins Spiel: Das Treppenhaus ziert schon seit Langem wegen der kleinen An-der-Wand-Festhalter diese Tapete. Das Muster habe ich nun wieder aufgegriffen, indem ich grob schwarze Kreise aus Papier ausgeschnitten und mit Tapetenkleister an den unschönen Schreibtischrand gekleistert habe. So ist das hässliche Platteninnere kaschiert und die ganze weiße Möbelwand wird etwas aufgelockert.
Gefällt mir nun viel besser als schlichtes Weiß, was meint Ihr?

Mittwoch, 1. Oktober 2014

City-Trip München


Der geneigte Leser weiß es längst: Wir sind eine reisefreudige Familie und schrecken auch mit drei kleinen Kindern im Schlepptau nicht vor größeren Städten zurück (beispielsweise hier Berlin und Paris). Vor einigen Wochen, auf der Rückreise, legten wir deshalb einen mehrtägigen Zwischenstopp in München ein.
Nach längerer Zeit im Wohnwagen war der Wunsch nach vier Wänden ohne Rädern darunter, ein bisschen mehr Auslauf und fließend Wasser aus der Leitung auf weiblicher Seite doch schon recht ausgeprägt. 
Uns ist es, gerade mit Kindern, immer sehr wichtig, zentral unterzukommen, um kurze Wege zu haben (der Geduldsakku der Kleinen hat schließlich ein begrenztes Kontingent. Wer will denn da schon alles auf dem Hinweg zu Sehenswürdigkeit XY verpulvern?) und um abends, an den Bettstätten des Nachwuchses wachen müssend, wenigstens durch das Fenster noch am Puls der Stadt teilhaben zu können.
Wenn man zudem kein Hotel-Typ ist (weil man schließlich die laute Brut dabei hat und es wenig erholsam ist, sich ständig fragen zu müssen, ob sich die anderen Gäste in Anwesenheit von uns überhaupt noch erholen können), empfiehlt sich eine charmante private Unterkunft als kostengünstige Alternative (HouseTrip ist dabei nicht nur für München interessant!).
Die Tour war gut organisiert und so warf es uns auch nicht aus der Bahn, dass es, gerade angekommen in München, erstmal regnete.
Wir suchten also direkt das Deutsche Museum auf. Hier könnte man locker zwei Tage verbringen, so viel gibt es zu bestaunen! Wir pickten uns Schiffe, Flugzeuge und den gigantischen Kinderbereich im Keller raus - großartig und das für einen gemessen am Angebot wirklich schmalen Taler!

(Fotos teilweise von http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/kinderreich/) 

Am nächsten Tag machten wir bei strahlendem Himmel das, was wir immer in unbekannten Großstädten tun: Wir charterten einen Hopp-On-Hopp-Off-Doppeldeckerbus! 
Die Kinder lieben diese Fahrten und stürmen immer sofort an Deck und wir (bescheiden gewordenen) Erwachsenen bekommen, auf das wichtigste komprimiert, ein kleinen Überblick über Stadt und Sehenswürdigkeiten, ohne uns Blasen zu laufen oder krumme Rücken vom Kindertragen zuzuziehen.


Sehr schön zum Bummeln ist die Gegend um den Gärtner-Platz mit vielen kleinen außergewöhnlichen Geschäftchen und einer Wiese mit Brunnen im Zentrum. Sowas nutzen mein Mann und ich immer gerne zum kurzen Ausströmen, während einer bei den ausgelassen im Wasser panschenden oder rund um den Platz umherlaufenden Kindern verweilt. Außerdem eignen sich solche Plätze auch immer perfekt zum Picknicken.
Gestärkt ging es dann weiter zum Viktualienmarkt (krass der Marktstand mit den Blumen auf dem unteren Foto - fast gar nicht mehr als ein solcher zu erkennen!!), wo uns später dann unser Bus auch wieder für ein Weilchen aufnahm.


Gegen Nachmittag dann ein weiteres Highlight, ebenfalls bequem über unseren Bus zu erreichen:
Der verrückte Eismacher. Gelegen in der Maxvorstadt, auch einer sehr netten Bummelecke, macht er seinem Namen wirklich alle Ehre: Die Eissorten wechseln täglich, bei uns auf der Karte standen u.a. Pfannekucheneis, Dönereis, Oreoeis, Käsekucheneis. Verrückt und gut!


Weniger frohlocken ließ mich, dass unser kleiner Fußballfan am letzten Tag natürlich noch in die Allianz-Arena wollte. Nun ja, was sein muss, muss wohl sein. Überraschend gut war dann, dass dort im Innern ein kostenloser Kinderspielbereich zu finden ist.
Nach so viel Kinderprogramm durften schließlich auch wir Erwachsenen uns noch einmal ein Ziel aussuchen. Kunst! Aber da gibt es in München ja nicht nur eine Adresse... Lenbachhaus? Pinakothek? Neu oder alt? Haus der Kunst? ...

Sie liegen auf der Wiese vor der Alten Pinakothek und eignen sich zum Chillen und Klettern: Strohballen, die der Künstler Michael Beutler aus Plastik-Strohhalmen aufgerollt hat.


Dienstag, 23. September 2014

Monsteralarm

Nun, da es ja mittlerweile mein täglich Brot ist, wieder einmal etwas aus der Kategorie "Werkeln mit Kindern":

Schon vor Wochen habe ich ein super Buch mit vielen DIY-Inspirationen entdeckt. Seitdem klingelt der Paketbote gefühlt zweimal täglich und versorgt mich mit Stoff, Materialien, die ich benötige, um all die tollen Ideen, die dort zu finden sind, nachzumachen.
Die Zutaten für diese Monster-Glitzer-Gläser (Masking Tapes, Glimmer, Glycerin, Gummi-Monster und leere Gläser) hatte ich also schon längst beisammen und so war es mir eine große Freude, den Spaß heute nun endlich mit den Kindern in die Tat umsetzen zu können:

Montag, 22. September 2014

Partytime

Erstes Geburtstagskind im Minihort - das musste gefeiert werden! Weil die Kinder jede Menge Spaß hatten, möchte ich ein paar Impressionen von der Geburtstags- und irgendwie ja auch noch Einweihungsparty teilen:



Vorbereitet hatte ich mit Süßigkeiten gefüllte Luftballons, die an einer Kette festgeknotet waren. Außerdem brachte ich von zu Hause unsere Verkleidungskiste mit. (Bunte Tücher und ein großer Haufen Kostüme sorgen immer für lang anhaltenden Kinderspaß. Wenn ich witzige Accessoires brauche, schaue ich  gerne mal hier.)


Um einen Luftballon zu ergattern, bekamen die Kinder nacheinander kleine Aufgaben gestellt ("Verkleide dich als Indianer und führe uns einen Regentanz vor", "Alle Kinder zählen bis 20 und du ziehst dir in der Zeit möglichst viele Klamotten an", "Denk dir ein verrücktes Kostüm aus und Sing uns ein Lied vor", ...).
Ein spaßiger Zeitvertreib, auch zu Hause. Wer noch keine Verkleidekiste hat, sollte sich dringend eine Zulegen! Es ist viel zu wenig, sich nur 1-2 Mal im Jahr verkleiden zu dürfen!
Verkleiden ist die ideale Beschäftigung an trüben Dauerregentagen!
(Und, Muttis, es regt die Phantasie an und schmutzt nicht!!! .... äh, ... von Unordnung mal abgesehen)

Dienstag, 9. September 2014

Drauf und dran

Es ist vollbracht: Seit heute haben wir einen Erstklässler zu Hause!
Aus Mangel an Betreuung habe ich mich beruflich verändert und einen Mini-Hort eröffnet.
Hier ein Blick hinein:

Wenn nicht im dazugehörigen Garten anzutreffen, wird hier von nun an eine kleine, überschaubare Kinderschar kochen, lesen, schreiben, malen, singen, hüpfen, bauen, werkeln und tüfteln.

Letzteres habe ich auch gemacht und den Kindern eine Garderobe konstruiert:
Eigentlich sollten die Beine der Figürchen als Jackenhaken herhalten, doch zeigte ein Praxistest mit Winterjacke, dass Holzdübel uns weiterbringen.
Und nun noch rasch zum Creadienstag damit!

Sonntag, 31. August 2014

Urlaubserinnerungen

Schön war's... eine wunderbare erste Saison als Neucamper liegt hinter uns!
Alles in allem waren wir in den letzten Monaten fast 8 Wochen unterwegs mit unserem neuen mobilen Häuschen. Nun, ob der herbstlichen Temperaturen draußen, gehen wir davon aus, dass es dann im richtigen Herbst bereits winterlich sein dürfte und machen uns mit dem Gedanken vertraut, dass es das für dieses Jahr gewesen sein könnte...

Zum Glück haben die Kinder Urlaubstagebücher angelegt, in die sie ihre Eindrücke kritzeln, zeichnen und kleben konnten und mit deren Hilfe sie sich nun zu Hause jederzeit an die schönen Erlebnisse erinnern können:

Darin sind nicht nur schöne Erinnerungen, die Gestaltung der Hefte war auch immer wieder ein beliebter Zeitvertreib vor Ort (der sogar den Eltern ein paar Minuten des Ruhens ermöglicht hat) - und selbst unser Zweijähriger kritzelte, schnipselte und klebte fleißig!
Beim angehenden Schulkind freuen wir uns über seine detaillierte Zeichnungen und hoffen, dass er sich dazu im nächsten Jahr, wenn er dann ja schließlich schreiben kann, trotzdem noch niederlässt.

Die Idee kam mir recht spontan, deshalb handelt es sich nur um ganz normale Grundschulmathehefte aus dem Emma-Laden, die wir mit im Wohnwagen vorhandenem bunten Klebeband beklebt haben. Wer's nachmachen möchte, sollte eventuell schon zu Hause die Gestaltung vornehmen oder eine kleine Deko-Grundausstattung im Gepäck haben (z.B. so)!